Vor dem Yoga

- Informiere dich gut über den Yogakurs den du besuchen möchtest. Es gibt heutzutage über 100 Yoga Arten die alle aus dem Hatha Yoga stammen, also dem Yoga was die meisten Menschen heute im Yogastudios praktizieren, aber was nur ein kleins Aspekt des Yoga ist! Es gibt ruhigere und dynamischere Arten vom Hatha Yoga, eher sportliche und eher ganzheitliche, wobei lass uns klarstellen, wenn Yoga nicht ganzheitlich ist, dann ist es meistens auch nicht wirklich Yoga.
- Wenn dein Körper nicht gelenkig ist oder du noch Verspannungen oder Schmerzen hast, empfehle ich die Yogabasics in einem "ruhigeren" Kurs zu erlernen, was nicht heisst, dass ruhig nicht herausfordernd sein kann. Wenn du die Basics erlernt hast, kannst du dynamischere Yogakurse besuchen. Wenn Du schon sportlich bist, vielleicht eignen sich dynamischere Arten vom Yoga besser. Jedoch, Yoga dient dazu, "nach innen zu gehen", egal ob du sportlich oder nicht sportlich bist. Yogahaltungen zu erlernen stabilisiert den Körper und Geist, verhilft die Gesundheit und Lebensfreude zu erhalten.

- Wenn Du gesundheitliche Probleme hast (körperlich oder geistig), informiere darüber deine/n Yogalehrer/in bzw. konsultiere deinen Arzt bevor du mit Yogapraxis anfangen möchtest (z.B. nach OP-s, bei Wirbelsäule- und Knieproblemen, bei Herzerkrankungen).

- beqeume Kleidung mitbringen- vor dem Yoga sollte man nicht zu viel essen. Es empfiehlt sich ungefähr drei Stunden nach einer größeren Mahlzeit zu warten. Falls der Hunger unerträglich ist, Obst oder ein Paar Nüsse werden nicht schaden, aber achte darauf dass du 90 Min nicht unbedingt auf die Toilette musst.

- duschen oder erfrischen mit kaltem Wasser vor dem Yoga (Hände, Gesicht, Füße, Waden) wird die Ausführung und Wirkung von Yogahaltungen begünstigen.


Während dem Yoga

- Versuche die Ansage der Yogalehrerln zu folgen und konzentriere dich auf deinen Körper und dich selbst; auf die momentane Gelenkigkeit Deines Körpers! Die Ansage ist nur eine Orientierung - du darfst ein Asana (Yogakörperhaltung) so ausüben dass es deiner eigenen momentanen Körperflexibilität und Yogaerfahrung passt und nicht dem Bild eines "perfekten" Yogis die du vielleicht im Internet gesehen hast oder der Yogaerfahrung anderer Teilnehmern

- Übe geduldig und achtsam (manchmal braucht man Jahre! ein Asana zu erlernen und überhaupt ihre Wirkung zu erleben, spüren und zu begreifen) - z.B. Pascimottanasana - die sitzende Vorwärtsbeuge

- Falls du dir über die Ausführung einiger Asanas nicht sicher bist oder etwas nicht verstanden hast, stelle Fragen, wenn möglich am Ende einer Yogastunde oder vereinbare einen individuellen Termin

- wenn es während eines Asanas irgendwo im Körper unangenehm wird, wie z.B. unangenehmes Kribbeln oder weitere Mißempfindungen auftreten, dann komme vorsichtig aus der Stellung heraus und entspanne.

- mache bitte keine schnelle oder zuckende Bewegungen, ein Asana besteht aus drei Bewegungsabschnitten: Asana ausführen, Verharren, aus dem Asana zurückkommen. Alle drei werden achtsam ausgeführt.

Nach dem Yoga

- Yoga braucht seine Zeit um zu wirken. Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen sind im Yoga, genauso wie im Leben, Hindernisse die das Wesentliche nicht sehen oder spüren lassen.

-  Es empfiehlt sich, nicht gleich nach dem Yoga zu duschen, essen und , sehr schade ist es, wenn du gleich danach rauchst. Körper wurde durch Yoga innerlich erhitzt, verschiedene Prozesse wurden angeregt, neue Energien entfaltet und es ist eine sanfte Entgiftung geschehen. Alles braucht seine Zeit zum Ausgleich. Alte Meister empfehlen sogar, den Schweiss, der durch Yoga (also nicht durch Sport!) entstanden ist, wieder in die Haut einzumassieren!

Yoga auch ausser der Matte nicht vergessen: z.B. bewusste Atmung, Achtsamkeit, im "Hier und Jetzt" sein...

Ich wünsche dir viel Spaß!